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Snooker WM 2026 Spielplan: Termine, Runden und Sessions im Überblick

Snooker WM 2026 Spielplan mit Sessionzeiten Runden und Finalwochenende im Crucible

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17 Tage, vier Formate, ein Tisch – der Rhythmus der WM

Wenn mich Tipper fragen, ab welchem Tag der Snooker WM sie ernsthaft Geld auf den Tisch legen sollten, antworte ich seit Jahren mit derselben Gegenfrage: Wann hast du die letzten zwei Stunden eines Best-of-25 in Echtzeit gesehen? Wer den Rhythmus der WM nicht im Körper hat, übersieht die Hälfte der Wett-Gelegenheiten, die der Spielplan bietet.

Die Snooker WM 2026 läuft über 17 Tage am Stück – keine Pausen, keine Ruhephasen für die Spieler, keine Verschnaufpause für den Markt. Vom Eröffnungssamstag bis zum Final-Sonntag rollt jeden Tag mindestens eine Frühsession und eine Abendsession durch das Crucible Theatre. Dazu kommt die vorgelagerte Qualifikation im English Institute of Sport, die einige Tage davor beginnt. Wer den Spielplan dieser drei Wochen versteht, plant Outright-Wetten, Live-Einstiege und Total-Frames-Märkte mit messbar besserer Disziplin als jemand, der nur den Final-Sonntag im Kopf hat.

Gesamtübersicht der 17 Tage

Die Snooker WM 2026 beginnt traditionell am letzten Aprilsamstag und endet am Bank-Holiday-Wochenende Anfang Mai. Konkret bedeutet das: 17 Spieltage am Stück, ohne Ausnahmen, in Sheffield. Diese Konstanz hat sich seit Jahrzehnten kaum verändert.

Die ersten Tage sind der ersten Hauptrunde gewidmet. Die 32 Hauptrundenspieler – 16 gesetzte Top-Spieler plus 16 Qualifikanten – treffen sich in Best-of-19-Matches. Sieger müssen 10 Frames gewinnen. In dieser Phase laufen zwei Tische parallel im Crucible, weshalb die Auftaktwoche akustisch und atmosphärisch anders ist als die zweite Hälfte des Turniers. Etwa nach einer Woche wechselt die WM in die zweite Runde mit Best-of-25.

Ab dem Viertelfinale, das etwa elf bis zwölf Tage nach Turnierstart beginnt, wird die zweite Spielfläche abgebaut und das One-Table-Setup eingeführt. Halbfinale in Best-of-33 erstreckt sich über drei Sessions. Das Finale in Best-of-35 läuft am letzten Wochenende über vier Sessions an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Wer diesen Bogen kennt, sieht die WM nicht mehr als „lange Veranstaltung“, sondern als dramatische Beschleunigung mit klaren Wendepunkten.

Runde für Runde im Terminkalender

Wer schon einmal versucht hat, einen kompletten Crucible-Spielplan in eine Outright-Strategie zu übersetzen, kennt das Problem: Die Daten sind öffentlich, aber die wett-relevanten Knotenpunkte muss man selbst markieren. Ich mache das seit Jahren mit einem einfachen Vier-Phasen-Raster.

Phase eins ist die erste Runde, Best-of-19. Sie läuft typischerweise über fünf bis sechs Tage und teilt sich auf in zwei Sessions pro Spielpaar. Spieler in der oberen Bracket-Hälfte spielen oft am Tag eins ihre erste Session und am Tag zwei oder drei die zweite. Die untere Hälfte ist um etwa einen Tag verschoben, sodass das Crucible-Programm sich nahtlos füllt. Erst gewinnt, wer 10 Frames vor dem Gegner sammelt – was im Best-of-19 maximal 19 Frames bedeutet.

Phase zwei ist die zweite Runde, Best-of-25. Sie läuft über drei Sessions pro Match und damit zwei volle Spieltage pro Paarung. Die zweite Runde frisst typischerweise vier bis fünf Tage, weil acht Matches parallel und aufeinanderfolgend abgewickelt werden müssen. Ein Spieler braucht 13 Frames für den Sieg. Phase drei ist das Viertelfinale, ebenfalls Best-of-25 – aber bereits unter One-Table-Setup, was die Atmosphäre und damit den Sessionrhythmus deutlich verändert.

Phase vier umfasst Halbfinale (Best-of-33, drei Sessions, 17 Frames für den Sieg) und Finale (Best-of-35, vier Sessions, 18 Frames für den Sieg). Die letzten fünf Tage der WM sind die intensivsten – und für die Märkte die volatilsten.

Sessionzeiten in deutschen Uhrzeiten

In meiner ersten WM-Saison habe ich den Fehler gemacht, mich nach britischer Zeit zu organisieren. Das endet damit, dass man um Mitternacht noch wach ist und morgens halb verschlafen die Outright-Quote checkt. Seither plane ich konsequent in deutscher Uhrzeit – und empfehle das jedem, der ernsthaft mitwetten will.

Die typische Frühsession startet im Crucible um 10:00 Uhr britischer Zeit, was in Mitteleuropa 11:00 Uhr bedeutet. Sie läuft zwei bis zweieinhalb Stunden bis etwa 13:00 oder 13:30 Uhr deutscher Zeit. Dann folgt die zweite Tagessession ab 15:00 Uhr britischer Zeit, also 16:00 Uhr deutscher Zeit, bis ungefähr 18:30 Uhr. Die Abendsession beginnt um 20:00 Uhr deutscher Zeit, also nach den Hauptnachrichten – perfekt für deutsche Tipper, die nach Feierabend einsteigen wollen.

Diese Aufteilung bedeutet konkret: Tagsüber zwei Sessions, abends eine. An Tagen mit Viertelfinale oder Halbfinale schiebt sich die Abendsession manchmal nach hinten, weil die vorherige Session überzieht. Wer Live-Wetten platziert, muss diese Verschiebungen einkalkulieren. Eurosport und Discovery+ übertragen alle Sessions, allerdings ist die Live-Berichterstattung mit Rolf Kalb meist auf eine Session pro Slot konzentriert, während andere parallel laufende Matches als Re-Run nachgeschoben werden.

Das Finalwochenende im Detail

Der letzte Samstag und Sonntag im Crucible gehören zu den ritualisiertesten 48 Stunden, die ich im Sport-Wettkalender kenne. Vier Sessions über zwei Tage, 35 mögliche Frames, 18 zum Sieg – und ein Publikum, das zum Finale traditionell die längsten Wartelisten der gesamten Snooker-Saison hat.

Samstagnachmittag startet das Finale mit Session eins um 15:00 Uhr britischer Zeit, also 16:00 Uhr deutscher Zeit. Bis zu 8 Frames werden in dieser Eröffnungssession gespielt. Samstagabend folgt Session zwei mit weiteren bis zu 8 Frames. Nach dieser Doppelsession sind in der Regel 16 von maximal 35 Frames absolviert – die Halbzeit-Quote bewegt sich oft schon deutlich vom Eröffnungswert weg.

Sonntagnachmittag dann Session drei mit erneut 8 Frames Maximum, und Sonntagabend die finale Session ab 19:00 Uhr britischer Zeit (20:00 Uhr deutscher Zeit). Diese letzte Session ist nach oben offen – sie endet, sobald einer der beiden Spieler die 18-Frame-Marke erreicht. Das kann nach Frame 25 sein, kann sich aber auch über die volle Best-of-35-Distanz strecken. Tipper, die in Session drei auf Total-Frames setzen, müssen genau diese Variabilität einpreisen.

Was den Finalsonntag aus deutscher Sicht zur Premium-Zeit macht: die Abendsession startet zur Prime-Time und kann sich bis Mitternacht und darüber hinaus ziehen. Wer mit einem Glas Bier vor dem Fernseher sitzt, sieht oft mehr Frames als bei jedem anderen Sportereignis des Jahres.

Qualifikationstermine im Vorfeld

Die meisten Tipper interessieren sich erst ab der Hauptrunde im Crucible für die WM. Das ist ein Fehler – und nicht nur, weil einige Buchmacher schon für die Qualifikation Quoten anbieten. Die Qualifikation produziert Form-Daten und Außenseiter-Profile, die zwei Wochen später in den Hauptrundenwetten direkt bezahlt werden können.

Die Qualifikation 2026 lief wie üblich im English Institute of Sport in Sheffield – wenige Kilometer vom Crucible entfernt. 128 Spieler bewarben sich um die 16 freien Hauptrundenplätze. Der Modus: vier Qualifikationsrunden, jede im Best-of-19-Format, identisch mit der ersten Crucible-Runde. Wer alle vier Runden überlebt, geht ohne Pause ins Hauptturnier.

Praktisch bedeutet das: ein Qualifikant trifft im Crucible auf einen Top-16-Spieler, hat aber bereits vier Best-of-19-Matches in den Beinen, während sein gesetzter Gegner zwei Wochen Pause hatte. Diese Ermüdungsasymmetrie ist ein realer Faktor, den ich in meinen Outright-Modellen mit 2 bis 4 Prozent zugunsten des gesetzten Spielers gewichte. Allerdings wirkt der Effekt nicht über alle 19 Frames gleichmäßig – er ist besonders in der zweiten Session sichtbar.

Tipps zur Planung eigener Wetten entlang des Spielplans

Der Spielplan ist kein passives Datenpaket. Er ist ein Werkzeug, das du aktiv für deine Wettentscheidungen nutzen kannst.

Mein erster Tipp: Markiere dir vorab die Tage mit den meisten parallelen Matches – das sind die ersten fünf Turniertage. An diesen Tagen ist die Markt-Aufmerksamkeit auf einzelne Matches geringer, weil die Buchmacher gleichzeitig acht Quoten kalibrieren müssen. Hier finden sich häufig Quoten-Ineffizienzen, vor allem in den Nachmittagssessions, die in Großbritannien während der Arbeitszeit liegen.

Zweiter Tipp: Plane Live-Einstiege bewusst zwischen den Sessions. Die Quotenbewegung in der Pause zwischen Frame 8 und Frame 9 ist oft anders als mid-session. Wer um 14:00 Uhr deutscher Zeit, also in der Pause zwischen Vormittags- und Nachmittagssession, einsteigt, bekommt eine Quote, die die Form der ersten Session bereits enthält, aber die Erholungsphase noch nicht eingepreist hat. Dritter Tipp: Reserviere dir das Finalwochenende mental als eigenen Wett-Block. Wer das Finale mit demselben Bankroll-Anteil wie eine Erstrundenpartie angeht, verschenkt die wichtigste Stage der gesamten Saison. Wer den Sessionrhythmus zwischen Best-of-19 und Best-of-35 mental nicht trennen kann, sollte sich vorab die Funktionsweise der vier Formate in Ruhe ansehen.

Wann finden Frühsessions und Abendsessions bei der Snooker WM 2026 statt?

Die Frühsession startet um 11:00 Uhr deutscher Zeit (10:00 britischer Zeit) und läuft bis etwa 13:30 Uhr. Die Nachmittagssession folgt ab 16:00 Uhr deutscher Zeit bis ungefähr 18:30 Uhr. Die Abendsession beginnt um 20:00 Uhr deutscher Zeit und endet abhängig von der Spielphase entweder mit Session-Ende oder mit Match-Ende, was sich besonders in der finalen Session des Finales bis Mitternacht und darüber hinaus ziehen kann.

Wie lang dauert das Finalwochenende und wie ist die Best-of-35-Verteilung?

Das Finale verteilt sich auf vier Sessions über zwei aufeinanderfolgende Tage. Samstagnachmittag und -abend laufen jeweils Sessions mit bis zu 8 Frames, ebenso Sonntagnachmittag. Die finale Sonntagabend-Session ist nach oben offen und endet, sobald ein Spieler 18 Frames gewonnen hat. Das ergibt insgesamt einen Zeitrahmen von etwa 16 Stunden Spielzeit verteilt über zwei Tage.